Gesundheitsrisiken

Neben der seit langem schon als Berufskrankheit anerkannten Asbestose sind Erkrankungsursachen auch in asbestbelasteten Innenräumen oder im Umfeld von Asbestzement-gedeckten Dächern oder Asbestzement-bekleideten Fassaden anzunehmen.

Asbestfasern sind äußerst dünn und gelangen beim Einatmen in die feinsten Lungenverästelungen. Mit einem Durchmesser von 0,000.004 bis 0,000.015 mm sind sie ca. 10.000 mal feiner als ein menschliches Haar!
Die Biobeständigkeit (chemische Haltbarkeit der Fasern im menschlichen Körper) z. B. bei Krokydolith beträgt mehr als 100 Jahre!
Das Einatmen von Asbestfasern kann schwerste unheilbare Krankheiten auslösen, z. B. Bronchialkarzinome1) und Mesotheliome2), die häufig erst 10 bis 40 Jahre nach der ersten Exposition auftreten. Selbst kurzfristige Spitzenbelastungen, also nicht nur die Langzeitbelastungen, können diese Krankheiten auslösen.
Beim Zusammenwirken von Asbestfaserstaubeinwirkung und Zigarettenrauch steigert sich das Lungenkrebsrisiko auf ca. das 50-fache.

1) Lungenkrebs
2) Unheilbare Wucherung der Bindegewebszellen im Rippen- und Lungenfell