Was ist Asbest

Asbest kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „unzerstörbar“ und „unauflöslich“. Asbest wird als Sammelbegriff für ein silikatisches Mineral benutzt, das in mehr als 3.000 Produkten eingesetzt wurde. Die feinen Fasern, denen der Stoff seine Langlebigkeit verdankt, sind gefährlich für die Gesundheit. Beim Bearbeiten oder durch normale Verwitterung werden sie freigesetzt und gelangen mit der Atemluft als feinster Staub in die Lunge. Dort entfalten sie eine zellschädigende Wirkung.
Asbesthaltige Dach- und Wandprodukte, z.B. Wellasbest und Asbestdachplatten, gehören zu den „festgebundenen Asbestprodukten“. Eine sog. Zementmatrix sorgt dafür, dass sich Fasern weniger leicht lösen als bei den sog. „leichtgebundenen Asbestprodukten“ wie z.B. Spritzasbest. Weiter unterschieden wird in beschichtete und unbeschichtete Asbestzementprodukte. Das größere Gefahrenpotential steckt in den unbeschichteten Dachwerkstoffen aus Asbestzement (AZ):

Durch Umwelteinflüsse und Alter der Materialien wird in den nächsten Jahren die Asbestfaserbelastung in Objektnähe zunehmen.
Asbestfaserkonzentration in bis zu 2 m Abstand zum Objekt wurden bis 1.000 F/m3 nachgewiesen.
Asbestfasern können sich in Objektnähe auch im Erdreich ablagern.
Besondere Gefahr geht von Bruchstücken, Bruchkanten etc. aus.
Beim (verbotenen) Bearbeiten von AZ-Dachprodukten ist in jedem Fall von einer Asbestfaserfreisetzung auszugehen!

Asbestfaserbündel (Chrysotil) an der Bruchkante einer Asbestzementplatte, ca. 110-fache Vergrößerung
Foto: Schäffner